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Krebs
Was ist Krebs?

Durch eine unkontrollierte Zellteilung kommt er zur Bildung von Tumoren. Es gibt gutartige und bösartige Tumoren. Gutartige Tumoren bilden keine Metastasen und greifen ihre Umgebung nicht an. Sie können nur dann gefährlich werden, wenn sie größer werden und benachbarte Organe oder Blutgefäße beengen. Bei bösartigen Tumoren gelangen die Krebszellen in das umliegende Gewebe und sorgen dort für eine Zerstörung gesunder Körperzellen. Sie sind außerdem in der Lage sich durch Mutationen schnell neuen Bedingungen anzupassen. Wird bei einem Patienten ein bösartiger Tumor diagnostiziert, spricht man von Krebs. Man unterscheidet Karzinome, Sarkome sowie Leukämien und Lymphome.

 

Therapie Krebs

Es gibt einige Faktoren, die bei der Wahl der jeweiligen Krebstherapie berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört das Stadium der Krebserkrankung, das Alter und der Allgemeinzustand des Patienten. In einigen Fällen kann auch eine Kombination verschiedener Therapien angezeigt sein. Liegt der Tumor günstig, wird er meist mittels einer Operation entfernt. Damit keine Krebszellen im Körper verbleiben, wird i. d. R. auch umliegendes Gewebe entfernt. Die bei einer Chemotherapie eingesetzten Zytostatika sollen den Tumor am Wachstum hindern, indem sie die Zellteilung unterdrücken. Bei der Strahlentherapie werden die Krebszellen durch die Bestrahlung beschädigt und ein Wachstum des Tumors verhindert.

 

Neben genetischen Faktoren, gibt es auch zahlreiche weitere Aspekte, die die Entstehung von Krebs begünstigen können. Dazu gehören z. B. Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Übergewicht, vermehrter Alkohol- und Tabakkonsum sowie der häufige Verzehr von rotem Fleisch. Es ist deshalb wichtig, sich regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen zu unterziehen, um eine mögliche Krebserkrankung frühzeitig zu diagnostizieren. Für Frauen gibt es die Möglichkeit der Tastuntersuchung der Brust, der Mammografie und des sog. PAP-Tests. Männer sollten ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine digital-rektale Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen, um eine mögliche Prostatakrebserkrankung festzustellen. Auch eine Untersuchung durch den Hautarzt und eine Darmspiegelung dienen der Vorsorge.

Diagnose Krebs

Die verschiedenen bildgebenden Verfahren, die zur Diagnose von Krebs eingesetzt werden, geben Aufschluss darüber, wo sich der Krebs befindet und wie weit er bereits fortgeschritten ist. Zwei Röntgenverfahren, die bei der Diagnose von Krebs eine Rolle spielen, sind die Computertomografie und die Mammografie. Ohne Röntgenstrahlen kommen hingegen die Magnetresonanztomografie und die Sonografie aus. Eine weitere Möglichkeit ist die Endoskopie, bei der bei Verdacht auf Krebs Gewebeproben entnommen werden können, man spricht hierbei von einer Biopsie. Neben weiteren Laboruntersuchungen gibt es, speziell für Frauen, den sog. PAP-Test, bei dem Zellen aus Gebärmutterhals und Muttermund entnommen und untersucht werden.

Was ist Krebs?

Wenn eine Körperzelle abstirbt, wird diese ersetzt. Neue Zellen wachsen, indem sie sich teilen. Gerät diese Zellteilung außer Kontrolle, entwickeln sich neue Körperzellen, obwohl sie nicht benötigt werden und es kann sich ein Tumor (lat.: Schwellung) entwickeln. Das Tumorgewebe wird von Medizinern als Neoplasie (griech.: Neubildung) bezeichnet.

Man unterscheidet zwischen gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Tumoren. Unter Krebs versteht man bösartige Tumoren. Oft können zwischen der Entstehung einer Krebszelle und dem Nachweis einer Erkrankung an Krebs viele Jahre liegen.

Gutartige Tumoren

Die sich neu entwickelnden Zellen gutartiger Tumoren entsprechen dem Ursprungsgewebe, aus dem sie entstanden sind. Sie entwickeln sich langsam und zerstören ihre Umgebung nicht. Gutartige Tumoren haben meist klar definierbare Grenzen und bilden keine Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen. Obwohl auch gutartige Tumoren sehr groß werden können, wachsen sie nicht in die gesunden Körperzellen hinein. Probleme entstehen durch gutartige Tumoren, wenn durch die Schwellung Organe oder Blutgefäße eingequetscht werden. Typische gutartige Tumoren sind z. B. sogenannte Muttermale oder auch das Lipom des Festgewebes, eine Fettgeschwulst.

Bösartige Tumoren (Krebs)

Auch bei bösartigen Tumoren lässt sich erkennen, aus welchem Gewebe sie sich entwickelt haben. Krebszellen wachsen oft ungeordnet, sind oft unreif oder undifferenziert. Wachstumshemmende Signale, die bei gesunden Zellen zum Teilungsstopp führen, sind bei Krebs außer Kraft gesetzt. Deshalb können sich Krebszellen unendlich oft teilen. Damit sind die Zellen von Krebs potenziell unsterblich.

Krebszellen sind in der Lage, ihr Erbmaterial schnell zu verändern. Diese häufigen Mutationen nützen dem Krebs, sich gut an neue Bedingungen anpassen zu können. Bösartige Tumoren sind meist nicht klar abgrenzbar und die Krebszellen wachsen meist schnell. Die Krebszellen dringen oft in benachbartes, gesundes Körpergewebe ein. Lebenswichtige Strukturen werden so durch den Krebs geschädigt und gesunde Körperzellen zerstört.

Für die eigene Versorgung ist der Krebs in der Lage, die Blutgefäße anzuzapfen. Krebszellen haben die Eigenschaft, in die Blut- und Lymphbahnen eindringen zu können. Dadurch kann der Krebs an andere Orte des Körpers transportiert werden und es können Metastasen entstehen.

Einteilung von Krebs

Karzinome bilden die größte Gruppe der Krebserkrankungen. Hierzu zählt der Krebs an Organen, am Drüsengewebe, der Brust und den Auskleidungen der Körperhöhlen.

Sarkome nennt man die Krebserkrankungen an Binde-, Stütz- und auch Nervengewebe. Dazu zählt z. B. der Krebs an Knochen, Nerven, Muskeln und Knorpeln.

Leukämien und Lymphome: Der Krebs befindet sich in den blutbildenden Organen wie das Knochenmark und die Milz.

Karin Janowitz

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